Auf dem Papier sehen alle Angebote gleich aus: Senderzahl, Preis, das Versprechen von 4K. Nichts davon unterscheidet irgendetwas, bis es Samstagabend um 20
Auf dem Papier sehen alle Angebote gleich aus: Senderzahl, Preis, das Versprechen von 4K. Nichts davon unterscheidet irgendetwas, bis es Samstagabend um 20 Uhr wird und das halbe Land dasselbe Spiel schaut. Genau da habe ich getestet.
Ohne Karte
Bundesliga, Champions, UFC inklusive
Ein Samstagabend oder ein europaeischer Spieltag. Kein Dienstagnachmittag: da laeuft alles, und das sagt nichts aus.
Oeffnen Sie Ihre Sender, die von Ihrer Liste, nicht die, die auf der Startseite der App beworben werden. Lassen Sie dreissig Minuten laufen, ohne etwas anzufassen: Aussetzer kommen in Wellen, eine Stichprobe von fuenf Minuten zeigt nichts.
Starten Sie dann einen zweiten Stream in einem anderen Zimmer, auf Tablet oder Telefon. Und schauen Sie auf den ersten Bildschirm, nicht auf den zweiten. Wird das Bild am Fernseher innerhalb einer Minute schlechter, liegt die Grenze beim Anbieter, und keine Einstellung am Router aendert daran etwas.
Waehrend der Stream haengt, oeffnen Sie etwas anderes auf einem anderen Geraet. Laedt das sofort, ist Ihre Leitung in Ordnung.
Achten Sie auch auf die Uhrzeit. Eine Leitung wird um 20 Uhr nicht schlechter. Ein geteilter Server schon. Wenn die Aussetzer immer zur selben Zeit kommen, ist es die Last und nicht Ihr Anschluss.
Wie viele Server, wo stehen sie, und kann ich in der App selbst wechseln.
Ein Anbieter mit mehreren Servern schiebt Sie auf einen weniger ausgelasteten, wenn eine Route dicht ist. Wer nur einen hat, wird Ihnen hoeflich und faelschlich erklaeren, es liege an Ihrer Leitung. Zoegern bei einer dieser drei Fragen ist bereits die Antwort.
Die Senderzahl. Notieren Sie, was im letzten Monat wirklich lief. In den meisten deutschen Haushalten liegt die ehrliche Antwort zwischen acht und fuenfzehn Sendern, bei zwanzigtausend beworbenen.
Diese Zahl ist aufgeblaeht: derselbe Sender in mehreren Qualitaeten gezaehlt, Regionalvarianten, die ausserhalb eines Bundeslandes niemand oeffnet, und Filmkataloge, die einzeln mitgezaehlt werden. Zieht man das ab, enthalten zwei Angebote mit achttausend und fuenfundzwanzigtausend Sendern oft genau dieselben nutzbaren Programme.
Schreiben Sie Ihre eigene Liste, bevor Sie ein Angebot ansehen: der Sport, dem Sie folgen, der Nachrichtensender, der nebenbei laeuft, die zwei oder drei Unterhaltungssender, die wirklich geoeffnet werden. Meist ein Dutzend Zeilen. Dann pruefen Sie diese Namen einzeln beim Anbieter. Nicht die Kategorie, den genauen Sendernamen.
Der niedrigste Preis kommt uebers Jahr fast immer teurer, und zwar auf Wegen, die in keinem Vergleich auftauchen.
Die Einstiegsstufe bedeutet meist einen Stream, einen Server und einen Support, der keiner ist. Keiner dieser drei Punkte steht auf der Preisseite.
Das Geld geht woanders hin: ein zweites Abo, um abzudecken, was das erste fallen laesst, ein Geraet, das gekauft wurde, weil man die Schuld bei der Hardware vermutete, und Abende, die mit der Suche nach einem Fehler vergingen, der nicht zu beheben war.
Die ehrliche Rechnung: nehmen Sie die Jahreskosten, addieren Sie alles, was Sie gekauft haben, damit es laeuft, und teilen Sie durch die Zahl der Abende, an denen es wirklich funktioniert hat. Diese Zahl bringt die meisten Ranglisten durcheinander.
Das einzige IPTV-Dienst, fuer das ich heute noch zahle, ist Cutt, und das nicht, weil mich jemand darum gebeten haette. Einzelheiten, Preise und unterstuetzte Geraete auf https://cutt.ly/oyvSngJW. Zahlen Sie monatlich, solange Sie pruefen, so wie ich es gemacht habe.
https://cutt.ly/oyvSngJW