EPG steht für Electronic Programme Guide, zu Deutsch elektronischer Programmführer, und ist die digitale Entsprechung der klassischen gedruckten Programmzeitschrift. Er zeigt zu jedem Sender an, welche Sendung gerade läuft und was als Nächstes folgt, meist direkt neben dem Senderbild in der App. Bei IPTV werden diese Daten häufig getrennt von der eigentlichen Senderliste geladen, weil Programmdaten und Streamadressen technisch zwei unterschiedliche Informationsarten sind.
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Die Abkürzung EPG steht für Electronic Programme Guide. Gemeint ist damit im Kern das, was frühere Generationen aus der gedruckten Programmzeitschrift kannten: eine Übersicht, welche Sendung wann auf welchem Sender läuft. Der entscheidende Unterschied ist die Digitalisierung dieser Information, sie wird nicht mehr gedruckt, sondern direkt in die Empfangsgeräte und Apps eingespeist und dort automatisch aktualisiert.
Dadurch lässt sich das Programm nicht nur lesen, sondern auch direkt nutzen, etwa um mit einem Klick eine Erinnerung für eine bestimmte Sendung zu setzen oder gezielt nach einem Genre zu suchen. Im Gegensatz zur gedruckten Programmzeitschrift muss dieser digitale Programmführer auch nicht separat erworben oder wöchentlich neu gekauft werden, er ist fester Bestandteil der jeweiligen App oder des Empfangsgeräts und aktualisiert sich eigenständig im Hintergrund.
Beim klassischen Fernsehempfang über Satellit, Kabel oder DVB-T2 werden EPG-Daten meist direkt im selben Signal mitübertragen wie das eigentliche Fernsehbild. Das Empfangsgerät liest diese eingebetteten Informationen automatisch mit und baut daraus die Programmübersicht.
Bei IPTV funktioniert das anders: Da die Inhalte über das Internet und nicht über ein klassisches Rundfunksignal übertragen werden, stammen die Programmdaten meist aus einer eigenen, separaten Quelle, die die App zusätzlich zur Senderliste abruft. Diese Trennung erlaubt es, EPG-Daten unabhängig von der eigentlichen Videoübertragung zu aktualisieren. Während beim klassischen Empfang also ein einziges Signal Bild und Programmdaten gemeinsam transportiert, bestehen bei IPTV faktisch zwei getrennte Datenströme, die die App erst zusammenführen muss, bevor Sie beides gemeinsam auf dem Bildschirm sehen.
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Ein zeitgemäßer EPG ist längst mehr als eine reine Textliste. Zu den gängigen Zusatzfunktionen zählen:
Diese Funktionen machen aus einer einfachen Senderliste ein Werkzeug, mit dem sich das eigene Fernsehverhalten gezielter planen lässt.
Eine Senderliste, etwa eine M3U-Datei, enthält im Kern nur Adressen zu Sendern, keine Informationen über das laufende Programm. Programmdaten sind eine eigene Kategorie von Information, die üblicherweise als separate Datenquelle bereitgestellt wird, häufig im XMLTV-Format. Die App lädt beide Quellen getrennt und verknüpft sie anschließend über eine gemeinsame Kennung pro Sender.
Diese Trennung hat einen praktischen Vorteil: Die Programmdaten können unabhängig von der Senderliste selbst aktualisiert werden, etwa mehrmals täglich, ohne dass die eigentliche Playlist neu geladen werden muss. Für Sie als Nutzer bleibt davon in der Praxis nichts weiter zu tun, die App kümmert sich im Hintergrund selbstständig um beide Aktualisierungszyklen.
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Warum ist mein EPG manchmal leer, obwohl der Sender einwandfrei läuft?
Das deutet meist darauf hin, dass die Programmdaten für diesen Sender nicht korrekt zugeordnet sind oder die EPG-Quelle diesen Sender aktuell nicht führt. Die Wiedergabe selbst ist davon unabhängig.
Ist EPG bei jedem IPTV-Anbieter automatisch enthalten?
Der Umfang und die Qualität der EPG-Daten unterscheiden sich zwischen Anbietern. Ein seriöser Dienst legt Wert auf eine möglichst vollständige und aktuelle Programmübersicht.
Kann ich den EPG auch nutzen, um gezielt nach einem bestimmten Sendungstyp zu suchen?
Ja, sofern die App eine Genre-Suche anbietet. Damit lässt sich die Programmübersicht über mehrere Sender hinweg filtern, etwa nach Sport oder Dokumentationen, statt jeden Sender einzeln durchzuklicken.
EPG ist die digitale Weiterentwicklung der klassischen Programmzeitschrift und liefert Nutzern eine direkte Übersicht über laufende und kommende Sendungen. Während klassische Empfangswege diese Daten im Rundfunksignal mitliefern, laden IPTV-Apps sie meist getrennt über eine eigene Quelle nach. Ein gut gepflegter EPG ist damit ein zentraler Baustein für eine komfortable, alltagstaugliche Fernseherfahrung.
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